Angela Kreuz: Das surrealistische Büro


Preis: 9.63
inkl. Mwst.

Menge :

Taschenbuch
Softcover
Klebebindung
128 S. doppelseitig bedruckt
1 Lesezeichen mit Gebrauchsanweisung

Gastautor: Joachim Lischka
Illustrationen: Bernhard Rusch


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Paris in den 20ern: Man Ray fotografiert staubige Glasplatten. Berenice Abbott lehnt in der Tür zur Dunkelkammer; sie hat ihre Koffer gepackt und verlässt das Atelier. André Breton küsst Simone Kahn. Marcel Duchamp gibt die Kunst zugunsten des Schachspiels auf. Jean Eugène Auguste Atget dokumentiert das alte Paris, bevor es verschwindet. Louis Aragon bekommt ein Paar Handschuhe einer unbekannten Besucherin geschenkt. Nancy Cunard trägt ein exquisites Schlauchkleid und mischt den ganzen Laden auf. Claude Cahun rasiert sich die Haare. Adrienne Monnier überbringt 5000 Francs. Max Ernst bringt eine Dose Thunfisch mit. Sylvia Beach ist verzweifelt und Valeska Gert tanzt die sentimentale Passivität der Tangodame, während Tristan Tzara übersetzt …  So könnte es gewesen sein, vielleicht war es aber auch ganz anders. «Das surrealistische Büro» ist kein Roman. Es ist ein Kaleidoskop. Es lässt den Leser als  Beobachter teilhaben an der Entstehung des Surrealismus: Im «Büro für surrealistische Forschungen» in der Rue de Grenelle 15, wo sich in einer Männerrunde um André Breton die Gemüter über das Thema Sexualität erhitzen, das auf skurrile Weise rein intellektuell diskutiert wird. Im Café Certa, in Atgets Atelier, im Aux Deux Magots, in Bretons Wohnung in der Rue Fontaine. 

«Das surrealistische Büro» setzt sich aus einer Reihe atmosphärisch dichter, poetischer Kurztexte zusammen, die – entsprechend einer surrealistischen Arbeitstechnik – einer Collage gleichen und den Eindruck der Gleichzeitigkeit der Geschehnisse vermitteln. Bekannte und unbekannte Künstler der damaligen Avantgarde werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Lebenswelt der Pariser Künstlerinnen liegt. So trifft Berenice Abbott, während sie sich in ihrer Mittagspause auf Motivsuche begibt, um einem Streit mit ihrem Arbeitgeber Man Ray aus dem Weg zu gehen, auf Eugène Atget, wie er sich mit seiner monströsen Kamera durch die Straßen schleppt. Claude Cahun inszeniert sich selbst vor der Kamera als Verwandlungskünstlerin und sucht nach ihrer Identität jenseits des stereotypen Frauenbildes ihrer Zeit. Und Marcel Duchamp verweigert sich der Kunst und erfindet sie neu. 

Die Erzählungen sind so ineinander verschlungen, dass nach und nach einzelne Facetten der komplexen Charaktere und das Beziehungsgeflecht der Künstler ans Licht treten. Man möchte verweilen in diesem schillernden Paris der 20er Jahre, doch der Schlussteil des Buches, der thematisch um die Versteigerung des Nachlasses der Surrealisten kreist, holt den Leser zurück in die Gegenwart.

Die Textcollage von Angela Kreuz findet ihre bildliche Entsprechung in den Illustrationen von Bernhard Rusch, die die im Buch auftretenden Künstlerinnen und Künstler in Szene setzen. 

DIE AUTORIN

Angela Kreuz veröffentlicht seit über fünfzehn Jahren Kurzgeschichten, Erzählungen, Romane und Lyrik. Sie lebt in Regensburg und arbeitet dort als Diplompsychologin. Für ihre schriftstellerische Tätigkeit wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (Literaturpreis vigilius mountain stories, Brandenburgischer Literaturpreis, Kulturförderpreis der Stadt Regensburg, Daniil Pashkoff Prize).

DER ILLUSTRATOR

Bernhard Rusch ist «Elwood» und manchmal auch Thomas Höpfinger. Sein kulturelles Wirken ist eng verwoben mit der Künstlergruppe «applaudissement», die er zusammen mit Joachim Lischka 1986 in Regensburg gründete. Er veröffentlichte 2016 seinen zweiten Gedichtband «August fünfzehn» im Schrägverlag.

 

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